Christine Bornschein – eine esoterische Wesensbetrachtung

Molay

Die Hinrichtung von Jaques de Molay, dem Großmeister der Templer am Freitag den 13. März 1314

Vorwort

Diese Darstellung wurde verfasst, um eine vertiefte Anschauungsbildung zur Person und dem Wirken von Frau Christine Bornschein aus München zu geben. Mir ist bewusst, dass diese Zeilen missverstanden werden könnten, da sie vielfach auf esoterischen Aussagen aufbauen. Mein Motiv liegt jedoch in der dringend nötigen Aufklärung und der damit verbundenen Verhinderung weiteren Schadens und daher gehe ich dieses Risiko bewusst ein. Da Frau Dr. Bornschein einerseits weiter als Ärztin tätig ist und weiterhin öffentlich als spirituelle Lehrerin in Kursen und Seminaren auftritt, fühle ich mich verpflichtet, diese Möglichkeit der Anschauungsbildung, so wie ich sie mir erarbeitet habe, auch weiteren Personen zur Verfügung zu stellen.

Mir selbst teilte Christine Bornschein einmal 2011 mit, dass bei „meiner seelischen Konstitution“ es für  wohl das Beste wäre, den Suizid als Ausweg zu wählen, bevor ich weiter andere andere Personen und insbesondere Heinz Grill schädigen würde.  Ich weiss, dass ähnliche Worte auch bei anderen wie zum Beispiel meinem Freund Tim Lammers-Koll und gegenüber der Frau meines Kollegen Stephan Wunderlich gefallen sind. Ich habe die Wirkung solche Aussagen selbst kennengelernt. Es sind dies meiner Erfahrung nach nicht nur Worte, sondern es ist auch ein enorm destruktiver instinkthaft-intelligenter Wille damit verbunden, diese, auch über andere Personen, wirksam zu machen. Tim Lammers-Koll (siehe den Bericht hier) beispielsweise ist aufgrund solcher Aussagen, die aufgrund schwerwiegender Interventionen in seinem damaligen Kollegenkreis gemacht wurden, seit nun 10 Jahren schwer behindert, und die Frau meines Kollegen hegte tatsächlich plötzlich Selbstmordabsichten.

Einer der signifikantesten Züge von Frau Bornschein ist es, dass man ihrer Forderung nach Verehrung ihrer Person zwingend nachkommen muss. Tut man dies zu ihrer Zufriedenheit, dann lässt sie von ihren Verleumdungen ab. Wehrt man sich jedoch gegen sie und ihre Bevormundung, wird man mit Beleidigungen, manipulativen Aussagen und Diffamierungen von ihr verfolgt. Ich und die oben genannten Personen wehrten uns beispielweise vor über 10 Jahren schon gegen die Zwangseingliederung in ihre „Schülerschaft“ und ihr sektenähnliches Zwangssystem und bekamen die Folgen gehörig zu spüren. Es ist aber nicht meine Art, auf die heftigen, von ihr erfahrenen Beleidigungen nun mit meinerseits mit Gegenbeleidigungen zu reagieren. Mein Anliegen ist eine bessere Aufklärung der Sachverhalte und die Anregung einer weiteren Forschung.

Ich habe in meinem bisherigen Leben viele esoterische Bewegungen und Gruppen studiert. In vielen gab es Elemente des Zwanges und der Machtausübung. In der Regel waren diese Auswüchse aber auch nicht schlimmer als in jeder durchschnittlichen politischen Partei oder sonstigen Interessenverbänden. So etwas Perfides wie das Zwangssystem von Frau Bornschein, die unter dem ehrwürdigen Deckmantel „therapeutischer Tätigkeit“ wie ich meine, sehr viele Menschen schwer traumatisiert hat, habe ich bisher noch nicht erlebt. Ich habe zumindest noch nie einen Menschen kennenglernt, der andere besser manipulieren kann als Frau Bornschein.

Esoterische Betrachtungen zum Karma von Frau Bornschein

Die Hintergründe zur Person Christine Bornscheins beschäftigen mich nun schon seit gut einem Jahr. Jetzt, da, wie ich denke, ein erster Stand der Forschung erreicht ist, der mir tragfähig erscheint, möchte ich damit an die Öffentlichkeit treten.

Ausgangspunkt war die Frage nach den Vorinkarnationen dieser Ärztin, die in ihrem Leben so viel an Spaltung und Zerstörung hinterlassen hat. Wer war Christine Bornschein in einem früheren Leben?

Was ich wusste, war die Tatsache, dass Heinz Grill aufgrund ihrer eigenen permanenten Nachfragen einmal zu ihr sagte, dass sie in ihrer letzten Inkarnation schon unmittelbar nach der Geburt früh verstorben sei und deshalb nicht durch ihre Inkarnation durchgehen musste.  Im Zuge der begonnen Forschung fragte ich bei ihm an, ob er auch über die bereits vorhergehende Inkarnation von ihr weiß. Er gab mir zur Antwort, dass er darüber nicht sprechen wolle, denn „das ist erschütternd“.

Aus diesem Grunde wuchs der Ehrgeiz, nun selbst Ergebnisse zu dieser Frage zu finden, und ich beriet mich mit Astrologen und Anthroposophen, schulte mich in der Konzentration und wandte auch verschiedene Methoden der Karmaforschung an.

Schließlich erhärtete sich eine Hypothese aber über Monate immer mehr zur Gewissheit: Die vorhergehende Inkarnation, über die Heinz Grill nicht sprechen wollte, ist nach meinen Ergebnissen Philipp IV, genannt Philipp der Schöne, der 1285 bis 1314 in Frankreich als König herrschte.

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Philipp der IV, genannt der Schöne

Man lese einmal genau nach, welche Aussagen Rudolf Steiner über Philipp den IV tätigt, der nach seinen Forschungen von einer immensen Gier nach Gold getrieben war (siehe Unten, Anhang 1).

Dann betrachte man die Augen, die ganze Physiognomie und die Art der Rede von Christine Bornschein: Man wird unweigerlich feststellen, dass sie nicht durch Vernunft oder einen klaren Gedanken geleitet ist, sondern von einer intensiven, instinkthaften Gier nach dem Eingriff in das Privat- und Intimleben von anderen Menschen und der Herabsetzung und Entwürdigung aller Ideale, die bei dem Anderen leben.

Wer sie näher kennt, der weiß, dass sie mit jedem Satz ihr Gegenüber treffsicher verleumdet oder beleidigt. Sie kann offensichtlich gar nicht anders sprechen, als zu verleumden oder Beleidigungen gegen Dritte auszusprechen. Diese Gier nach Erniedrigung und Verletzung des Anderen wurde mir auch von vielen Patienten von ihr bestätigt. Christine Bornschein lebt mit ihrem ganzen Wesen, so wie ich sie kenne und erlebe, in dieser Gier. Es ist außerordentlich erstaunlich, dass sie sich anmaßt, z.B. Rudolf Steiner als Irrlehrer und von niedrigen Absichten geleiteten Menschen zu beleidigen und Heinz Grill in persönlichen Gesprächen als wesensgleich mit Adolf Hitler bezeichnet, obwohl sogar in der esoterischen Profanszene jeder davon ausgeht, dass dieser nach seinen vergangenen Taten nicht mehr inkarnieren kann.

Wesentlich für die Betrachtung scheint mir auch ihr Selbstbild. Wie sieht Christine Bornschein sich selbst? Meines Wissens rühmt sie sich, eine Art göttliche Rolle einzunehmen und eine Art „Stellvertreterin“ von Sai Baba zu sein. In der Tat kann man, wenn man Texte und Aussagen von ihr studiert, deutlich erleben, wie sie auf den ersten Blick unglaublich devotional erscheint, ständig Begriffe wie GOTT, SELBST, ER in ihre Texte einstreut und eine Haltung einnimmt, die man in der esoterischen Szene als Pseudo-Selbstlosigkeit ohne wirkliche Ich-Formung ja zur Genüge kennt. Nach längerem Betrachten wird dem Leser aber mit Entsetzen deutlich, dass sie, wenn sie zum Beispiel schreibt: „Gott allein ist der Handelnde. Wir sind alle seine Werkzeuge und Instrumente“, eigentlich sich selbst damit meint. Dieser Eindruck wurde mir von allen, die sich näher damit beschäftigt haben, bestätigt und er bestätigt sich meines Erachtens auch in den ganzen Handlungsweisen und ihrem „therapeutischen“ Wirken.

Die Aussagen, die Rudolf Steiner zu Philipp dem Schönen macht, stehen aber nun in einem größeren Kontext. In seinem Vortrag vom 12. September 1924 (siehe Unten: Anhang 2) spricht er von dem dreimaligen Wiederkommen Sorats, (die der Sonne entgegengesetzen Kräfte in der Entwicklung) in der Geschichte. Während die erste Inkarnation dieses Prinzips mit dem Jahr 666 konkretisiert wurde, wird bei der zweiten, etwa 1332, unmittelbar der Zusammenhang zum Untergang des Templerordens mit dem Wirken Sorats durch Philipp den Schönen beschrieben. 1998, so Steiner, wird Sorat zum 3. und letzten Mal  inkarnieren. Wirkte in diesem dritten Wiederkommen Sorats erneut die Inkarnation, die schon in Philipp dem Schönen wiedergekommen war? Je mehr ich nachforschte, desto mehr erhärtete sich diese Hypothese.

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Tafelzeichnung von Rudolf Steiner zum dreimaligen Erscheinen von Sorat in der Geschichte.

Noch einmal fragte ich Heinz Grill, ob meine Forschungen richtig seien. Wiederum äußerte er sich nicht. Wenn er sagen würde, es sei richtig, dann könnten diese Aussagen ohne weitere Forschung epigonisch weitergegeben werden. Jeder müsse sich selbst um die Sicht zu diesen Dingen kümmern und könne sich dabei nicht auf die Aussagen eines Anderen stützen. Ich ließ jedoch Heinz Grill keine Ruhe mit meinen Fragen und wollte nun von ihm wissen, ob es richtig sei, dass dieses Soratprinzip 1998 das letzte Mal in dieser Erde auftritt. „Ja, es ist das letzte Mal“, sagte er und ermunterte mich gleichzeitig, weiter zu forschen.

Insgesamt bin ich bei den Gesprächen mit ihm zu der Gewissheit gelangt, dass er selbst genau weiß, um welche Inkarnation es sich handelt und bin mir jetzt zu diesem Zeitpunkt auch sicher, dass ich mit meiner Inkarnationsforschung richtig liege. Auch einige Personen, die ich in dieser Hinsicht schätzen gelernt habe, hörten sich meine bisherigen Ergebnisse mit Interesse an und bemerkten bei einer sorgsamen Überprüfung die Stimmigkeit dieser Aussagen.

Frappierend war aber noch ein weiteres Ergebnis meiner Bemühungen: Dies war die stark spürbare Präsenz von Sai Baba bei den verschiedenen Konzentrationen auf die Münchner Ärztin. Wie war das erklärbar? Ich erinnerte mich schließlich an eine Schilderung von Monica Burri, welche mir vor einiger Zeit bereits eine Szene erzählt hatte, die sie in Gegenwart von Christine Bornschein erlebt hatte, als Sai Baba an Ostern 2011 verstarb. Monica Burri erzählte, dass Christine Bornschein zu dem Zeitpunkt, als ihr die Todesnnachricht überbracht wurde, wie triumphal innerlich aufleuchtete. Sie war mit dem Tod scheinbar wie an einen Zielpunkt gekommen, wie es mir Monica Burri schilderte.

Wie Rudolf Steiner schreibt, will Sorat alles Geistige töten und sich selbst dafür in die Mitte setzen. Beispiele für ein derart motiviertes Denken, Fühlen und Wollen, gibt es bei ihr viele. So sagte sie beispielsweise vor einer ganzen Gruppe von Menschen, sie müsse Heinz Grill erziehen, weil als „Archai“ (wie sie Heinz Grill bezeichnete) kenne er die irdischen Gesetze nicht. Sie müsse deshalb dafür sorgen, dass er diese kennenlerne, indem er vor Gericht gestellt und verurteilt werde.

Oder man nehme eine andere Aussage von ihr, dass „die Anthroposophen alle psychisch krank seinen“. Diese hätten „ja noch nicht einmal das Grundprinzip der Devotion verstanden.“  Frau Bornschein beurteilt offensichtlich jede geistige Richtung mit Beleidigungen und heftigen Klassifizierungen. Gleichzeitig aber lobt sie das Germanentum in den höchsten Tönen und behauptet, dass die von ihr praktizierten „Runenstellungen“ die einzigen Übungen wären, die eine Kosmologie wiedergeben. Die Eurythmie Rudolf Steiners oder die asana (Körperübungen) von Heinz Grill sind ihrer Auffassung nach materialistische Disziplinen.“

Wer ist diese Person, die so in ihrer Urteilskraft scheinbar höher als das Höchste steht? Wer ist diese Person, die des Weiteren in alle persönlichen Verhältnissen  eingreift, beinahe alle Männer als triebgesteuert und daher unspirituell bezeichnet und die Frauen mit dem Prädikat ausstattet, sie wären dazu berufen, die Welt zu erretten? Wer ist diese Frau, welche in ihrem Umfeld nach meiner Beobachtung nur Krankheit und Zerstörung hinterlässt?

Meine Nachforschungen und Befragungen von Menschen, die sie schon länger kennen, erschreckten mich immer mehr, je mehr ich erfuhr. Mit Entsetzen stellte ich fest, dass es in ihrem Umfeld immer wieder mysteriöse Todesfälle gegeben hat. Vielfach waren es Persönlichkeiten, die sich um Spiritualität bemühten oder in irgendeiner Weise hohe Ideale pflegten. Ich weiß ebenfalls aus Erzählungen, dass immer wenn Frau Bornschein zu diesen Toten gefragt wird, sie scheinbar keine Antwort gibt, sondern sogleich wie verstohlen zur Seite blickt.

Ich sehe daher insgesamt eine deutliche Parallele zu dem von Rudolf Steiner im dreimaligen Wiederkommen beschriebenen Soratprinzip. Lässt man dieses Soratprinzip auf die Empfindung wirken, so entsteht ein wahrhaft entsetzlicher Eindruck. Man verzeihe mir die Direktheit meiner Wortwahl, aber man kann es nicht anders beschrieben: Dieses Wesen will den Geist nicht nur eliminieren, sondern ihn sich wie gierig einverleiben, ihn verdauen und sich an seine Stelle setzen. Nach meiner Ansicht verkörpert Frau Bornschein dieses Soratprinzip in ihrem Wirken, ähnlich wie es sich durch den Impuls  der mit Philipp dem Schönen in Zusammenhang steht, der sich damals in der Vernichtung des Templerordens ausdrückte.

Heinz Grill warnte mich, man solle sich nicht zu viel mit Frau Bornschein beschäftigen, da man es kaum vermeiden könne, Teile davon aufzunehmen. Man käme in Gefahr, davon traumatisiert werden. Ich selbst aber bin zu der Auffassung gekommen, das man über diese Verhältnisse aufklären muss, da Christine Bornschein weiter unentwegt im Angriff gegen all diejenigen ist, die ihr nicht hörig sind.

Was wird Frau Bornschein nach dem Tode erwarten? Diese Frage hat sie sich selbst wohl noch nie gestellt, denn sie fühlt sich im höchsten Licht, ja sie sagt, sie sei das Licht von Sai Baba selbst. Sie sei jede Minute eins mit Sai Baba und sie habe zum Beispiel das Werk von Heinz Grill als die eigentliche Eingeweihte inspiriert.

Mit diesen Recherchen möchte ich meine Kollegen aufmuntern, selbst Forschungen zu betreiben, denn damit könnte vielleicht so manche Handlung und so manches Schicksal, das Hunderte von Menschen durch Frau Bornschein erfahren haben, besser erklärbar werden.

Anhang 1    Rudolf Steiner über Philipp den Schönen  

(aus: GA 171 – Innere Entwicklungsimpulse der Menschheit – Goethe und die Krisis des neunzehnten Jahrhunderts 6. Vortrag: Dornach, 25. September 1916: Die Vergeistigung alter Kulturimpulse bei Goethe. Das kosmische Wissen der Templer und ihr Untergang)

Eine hochbegabte, mit außerordentlicher, mit höchster Klugheit ausgestattete Persönlichkeit ist zugänglich dieser Inspiration durch das Gold mit geradezu ärgster ahrimanischer Weisheit. Das ist der von 1285 bis 1314 in Frankreich regierende König Philipp der Schöne, Philipp IV. Philipp IV. der Schöne kann geradezu ein genial-habsüchtiger Mensch genannt werden, ein Mensch, der den instinktiven Drang in sich verspürte, nichts anderes anzuerkennen in der Welt als das, was mit Gold aufgewogen werden kann, und niemandem wollte Philipp der Schöne eine Macht über das Gold zugestehen als nur allein sich selber. Geradezu alles, was an Macht durch das Gold bewirkt werden kann, wollte er in seinen Machtwillen hineinzwingen. Das wurde bei ihm zur großen, welthistorischen Marotte.

Das führte dahin, daß bei dem an sich nicht sehr bedeutungsvollen Anlaß, als der Papst Bonifatius den französischen Geistlichen verbot, Steuern zu bezahlen an den französischen Staat, Philipp IV. der Schöne ein Gesetz machte, welches verbot, Gold und Silber aus Frankreich auszuführen. Alles Gold und Silber, das in Frankreich ist, sollte in Frankreich verbleiben nach seinem Willen; aber er sollte die Macht haben über alles Gold und Silber. Das war, man könnte sagen, seine Ichosynkrasie. Daher versuchte er, für sich das Gold und das Silber zu behalten und den übrigen Leuten, die er regierte, nur Scheinwerte zu geben, das heißt, er ließ die Münzen so schlecht wie möglich prägen, um in seinem Gold- und Silberschatze zurückzubehalten das Gold und den Münzen nur möglichst wenig beizugesellen. Aufruhr und Empörung des Volkes gerade über solche Maßnahmen konnten ihn nicht abhalten, in dieser Weise immer weiterzugehen. So daß, als er einen letzten Versuch machte, möglichst wenig Gold und Silber den Münzen beizumischen, er sich, durch eine Volksempörung veranlaßt, in die Tempelstätte der Templer flüchten mußte. Da hatte er bei den Templern, durch seine Gewaltmaßregeln dazu veranlaßt, seinen Schatz, seinen Goldschatz verbergen lassen. Er war erstaunt, wie schnell die Templer den Volksaufruhr beruhigen konnten. Aber er war zu gleicher Zeit von Furcht erfüllt, weil er gesehen hatte, wie groß die moralische Macht der Templer über das Volk war, und wie wenig er, der nur vom Golde inspiriert war, vermochte gegenüber der moralischen Macht der Templer, die dazumal auch schon reiche Schätze hatten, die ungeheuer reich waren, aber nach ihrer Ordensregel allen Reichtum ihres Ordens in den Dienst geistigen Wirkens, geistigen Schaffens stellen mußten.

Wenn eine Leidenschaft so stark wird, wie bei Philipp dem Schönen die Gold- und Silbergier war, dann preßt sie in der menschlichen Seele starke Kräfte aus, Kräfte, die einen starken Einfluß haben auf die Willensentfaltung gegenüber den übrigen Menschen. Beim Volke hatte Philipp der Schöne wenig Einfluß; um so mehr aber bei denjenigen, die seine Kreaturen waren, und das war denn doch ein großes Heer. Und er verstand seine Macht zu gebrauchen, dieser Philipp der Schöne. Als der Papst Bonifatius einst nicht seinen Willen tun wollte, das heißt, die Geistlichen in Frankreich möglichst viel bezahlen lassen wollte, da zettelte Philipp IV. der Schöne eine Verschwörung an gegen den Papst Bonifatius, und der Papst Bonifatius konnte nur noch von seinen Anhängern befreit werden. Er starb aus Gram sehr bald darauf. Das war zu derselben Zeit, als Philipp IV. der Schöne es unternahm, überhaupt die Kirche ganz und gar in die Gewalt des Königtums zu bringen, die Kirchenoberen nur zu Knechten der vom Golde regierten königlichen Gewalt zu machen. Deshalb brachte er es zustande, daß der Papst nach Avignon übersiedelte, und es begann unter Philipp dem Schönen die in der Geschichte oftmals genannte europäische «babylonische Gefangenschaft» der Päpste, die vom Jahre 1309 bis 1377 dauerte.

Eine völlige Kreatur in den Händen Philipps IV. des Schönen von Frankreich war der Papst Clemens V., der vorher Bischof von Bordeaux gewesen war und dann in Avignon residierte, der nach und nach durch den gewaltigen Willen Philipps des Schönen so weit gekommen war, daß er gar nicht mehr einen eigenen Willen hatte, sondern wirklich seine kirchliche Gewalt nur dazu verwendete, um Philipp dem Schönen zu dienen, allem, was Philipp der Schöne wollte. Und Philipp der Schöne wollte vor allen Dingen, wie aus einer tiefen Leidenschaft heraus, sich zum Herren aller Reichtümer, die damals verfügbar waren, machen. Kein Wunder, daß er – vor allem, nachdem er gesehen hatte, welch andere Bedeutung das Gold auch haben kann in anderen Händen – vor allen Dingen diese anderen Hände vernichten wollte, die Hände der Templer, um ihr Gold zu erbeuten und sich in den Besitz ihres Goldes zu setzen, in den Besitz aller ihrer Schätze. Nun sagte ich: Solch eine Leidenschaft, die auf eine solch materielle Weise angeregt wird und die so intensiv ist, die erzeugt zugleich in der Seele starke Machtkräfte; sie erzeugt aber auch, wenn auch nach dem Ahrimanisch,en hin gehende, Erkenntnisse. Und so konnte es sein, daß in der Seele Philipps IV. des Schönen gewisse Erkenntnisse aufgingen, ich möchte sagen, von nachgeordneter Art, von derjenigen Weise des Erkennens, die wir aufflammen gesehen haben in herbster, abscheulicher Weise in den mexikanischen Mysterien. Was man bewirken kann, wenn man in der richtigen Weise Leben überwindet in der Welt, wenn auch in anderer Weise als die mexikanischen Eingeweihten, wenn auch nicht in so unmittelbarer, sondern mittelbarer Weise, das ging Philipp IV. dem Schönen auf. Und wie aus tief unterbewußten Impulsen heraus fand er die Mittel, aus dem Töten von Menschen heraus unterbewußte Impulse der Menschheitsentwicklung einzuverleiben. Dazu brauchte er seine Opfer. Und in einer ganz merkwürdigen Weise stimmte zusammen dieser teuflische Instinkt Philipps IV. des Schönen mit dernjenigen, was sich auf der anderen Seite im Schoße der Templer notwendigerweise entwickelte durch ihr den gekennzeichneten Dingen geweihtes Leben.

 

Anhang 2  GA Vortrag vom 12 9. 1924

„Wir haben jetzt bevorstehend das Zeitalter der dritten 666: 1998. Zum Ende dieses Jahrhunderts kommen wir zu dem Zeitpunkt, wo Sorat wiederum aus den Fluten der Evolution am stärksten sein Haupt erheben wird, wo er sein wird der Widersacher jenes Anblickes des Christus, den die dazu vorbereiteten Menschen schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben werden durch die Sichtbarwerdung des ätherischen Christus. Es wird nur noch zwei Drittel des Jahrhunderts dauern, bis Sorat in mächtiger Weise sein Haupt erheben wird.

Meine lieben Freunde, beim Ablauf der ersten 666 war Sorat noch hineingeheimnisst in den Evolutionsgang der Ereignisse; man sah ihn nicht in äußerlicher Gestalt, er lebte in den Taten des Arabismus drinnen und der Initiat konnte ihn sehen. Als die zweiten 666 Jahre abgelaufen waren, zeigte er sich schon in dem Denken und Fühlen der gefolterten Templer. Und noch vor Ablauf dieses Jahrhunderts wird er sich zeigen, indem er in zahlreichen Menschen auftreten wird als diejenige Wesenheit, von der sie besessen sind. Man wird Menschen heraufkommen sehen, von denen man nicht wird glauben können, daß sie wirkliche Menschen seien. Sie werden sich in einer eigentümlichen Weise auch äußerlich entwickeln. Sie werden äußerlich intensive starke Naturen sein mit wütigen Zügen, Zerstörungswut in ihren Emotionen. Sie werden ein Antlitz tragen, in dem man äußerlich eine Art Tierantlitz sehen wird. Die Soratmenschen werden auch äußerlich kenntlich sein, sie werden in der furchtbarsten Weise nicht nur alles verspotten, sondern alles bekämpfen und in den Pfuhl stoßen wollen, was geistiger Art ist.“

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