Aufgedeckt: Die „Behandlungsmethoden“ von Frau Dr. Bornschein

Frau Bornscheins „esoterischer Feminismus“

Christine Bornschein vertritt ein sehr klar umrissenes Männerbild. Männer sind für sie primär triebgesteuerte, geldgierige und auch generell unspirituelle Wesen, die mit ihrer Sexualität die angeblich zerbrechliche und unschuldige Weiblichkeit der Frau nicht nur bedrohen, sondern auch zerstören. Beinahe sämtliche „Therapien“ mit weiblichen Klienten hatten dieses Männerbild zum Gegenstand. Dieses vetritt sie auch ihrem eigenen Mann gegenüber, und innerhalb der Therapie geizt sie nicht mit Details über ihr eigenes Intimleben. Frau Bornschein legte großen Wert darauf, ihre Sicht auf die Männer auch in den Köpfen der Frauen zu verankern, die von ihr „behandelt“ wurden.

Die Reinheit und Unberührtheit der Frau jedoch, die ganz der Spiritualität gewidmet sein sollte, gilt es, vor dem niederen Zugriff des Mannes zu schützen. Frau Dr. Bornschein wollte vor allem Frauen für sich und ihr spirituelles Zentrum gewinnen. Um hier auch immer wieder scheinbar den Frauen helfend und schützend beistehen zu können, kommt ihr ihre Stellung als Ärztin, die sie dafür missbraucht, bestens entgegen. Als klare Autoritätsperson weiß sie ihre schützend-spirituelle Hand zielsicher und unfehlbar im therapeutischen Geschehen manipulativ einzusetzen. Sie erhebt sich selbst als spirituelle Lehrerin. Frau Dr. Bornschein erlebt in ihren Therapiestunden geradezu Hochgefühle, wenn sie ganz in ihrem Eifer gegen den angeblich übergriffigen Partner oder generell gegen Männer ihren Stachel platzieren kann. Dadurch verschafft sie sich Macht.

Ihre Ideologie der Weiblichkeit gilt es für sie mit allen Mitteln zu verteidigen und auszubreiten. Ich kenne sehr viele Personen, die sich hierzu eine Kritik erlaubten oder sich dagegen zu wehren versuchten. Der Preis dafür war jedoch hoch, denn sie wurden von ihr mit weiteren und schweren Beleidigungen gedemütigt und sogar juristisch verfolgt.

Fallbeispiel

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 Aus meiner Erfahrung mit Frau Bornschein, weiß ich, dass sie sich sogleich für die Ahnenreihe meiner Familieinteressierte und klassifizierte mich dann, da meine Eltern anthroposophische Ärzte sind, als der besseren Menschenklasse angehörig und für Spiritualität prädestiniert. Im Laufe des Gesprächs legte sie mir mit Nachdruck nahe, ohne dass wir über meine partnerschaftliche Situation in irgendeiner Weise sprachen, mich am Besten von meinem Mann zu trennen, um meine Weiblichkeit zu schützen und zu wahren. Auf welche Grundlage kam sie zu diesem Ergebnis? Erstaunlich ist es, wie sie damit meine Gefühle manipuliert. Ich war von einer höheren Klasse und mein Mann aber nicht. So bracht sie eine Spaltung in der Beziehung, die auch meinen sozialen Stand im Leben wirklich erschütterte. Ich hatte aber eine stabile und gute Beziehung zu meinem Mann, wir hatten gemeinsame Themen und Ziele, an denen wir ausgehend von interessanten und zukunftsweisenden Gedanken arbeiteten.

 Christine Bornschein sah mich als Frau und Mensch höherer Klasse für die Spiritualität besonders vorgesehen: Meine Bestimmung läge bei ihr, in ihrem spirituellen Zentrum, für das sie mich zu gewinnen suchte. Sie hatte dort nur Frauen als Mitarbeiterinnen und für diese ihre auserwählte Frauenwelt sah sie mich aufgrund meiner Herkunft besonders geeignet und wollte mich unbedingt dafür gewinnen.  Diese manipulative, ja fast lesbische und herrschende Absicht erfuhr ich aber erst lange Zeit später und sie ekelt mich heute noch. Über die Spaltungen und die Ideologie, die sie, um Frauen zu gewinnen, einsetzte und die oft unerkannt bleiben, verschafft sie sich Macht. Diese Macht wirkt zerstörend auf die Persönlichkeit und Beziehungsbezüge.

Nicht nur ich, sondern viele Frauen und Patientinnen, die mit Christine Bornschein zu tun hatten, bekamen durch diese pseudo-feministische Ideologie erhebliche Probleme in ihren Beziehungen. Obwohl die Patientinnen sich an ihren Aussagen gestört hatten, wirkten über das Vertrauen, das die Patientinnen in die Ärztin hatten, diese Ideologie weiter und bewirkten unzählige Spaltungen.

Sie nutzte Gespräche um mir ihre spirituellen Thesen aufzudrängen und überrollte mich mit endlosen Geschichten über ihre Patienten wie auch über ihre spirituellen Erfahrungen und Erkenntnisse. Diese hatten aber nicht im geringsten mit meinem eigentlichen Anliegen zu tun. Völlig unzusammenhängend schleuderte sie mir ihre indische Mythologie, gepaart mit anthroposophischen Begriffen entgegen: So ließen sich bspw. mein Astral- und Ätherkörper nur durch Hingabe an das göttliche “dharma” bereinigen, ganz so wie sich Sita ihrem Gott Rama selbstlos hingab. Damit zeigte sie mir, wie sie sagte, Entwicklungswege auf, die als erstes die Trennung zu den Männern als auferlegte Bedingung stellten. Danach war ich völlig verwirrt und unfähig, einen Gedanken zu fassen, und sogar beziehungsärmer als früher. So konnte ich auch zu meinem Mann keinerlei Beziehung aufnehmen und wehrte mich sogar vor allem Kontakt. Eigentlich kann ich aus heutiger Sicht sagen: ich war unter Schock, weil diese ältere Ärztin ihren Trieb auf mich projizierte. Meiner Meinung nach ging es Frau Dr. Bornschein darum, mich in ihre lesbische Sphäre einzuwickeln.

Nachdem ich mich dagegen zur Wehr setzte und diese Gespräche abbrach, setzte sie ihre manipulative Mission über eine dritte Person fort. Diese Person war eine enge Vertraute und Patientin von ihr. Sie rief mich wiederholt und eindringlich an – natürlich ohne mir zu sagen, dass Christine Bornschein dabei im Hintergrund die Zügel führte – und beschrieb penetrant und mit allen erdenklichen Redekünsten, dass die Biographiearbeit bei Frau Dr. Bornschein eine absolute Notwendigkeit sei, um meine angestrebten Ziele verwirklichen zu können. Frau Dr. Bornschein sagte die Darlegung meiner Intimitäten innerhalb einer Gruppensitzung bei ihr sei eine absolute Notwendigkeit dafür.

Es gelang mir zunächst, mich für eine gewisse Zeit von Frau Dr. Bornschein zu distanzieren und meine Beziehung weiter aufzubauen. Zudem plante ich ein neues Projekt in Italien als Ausbilderin im Fachbereich des Yoga. Zu Fr. Dr. Bornschein ging ich nicht mehr, sah sie aber öfters bei medizinischen Seminaren in Italien. Als das neue Projekt sich aufzubauen begann, starteten die insistierenden Telefonate erneut. Die Vertraute von Fr. Dr. Bornschein versuchte, mich erneut zu manipulieren, indem sie genau an sehr intimen und schwachen Punkten meiner Person ansetzte, was mich sehr verunsicherte und mein Selbstwertgefühl erheblich minderte.

Ich war von den subtilen Übergriffen in meine Privatsphäre erschüttert, was ich aber erst viel später zuordnen konnte. In dem neuen Projekt fand ich in der Folge nur schwer meinen Stand, und auch die Beziehung zu meinen Kollegen verschlechterte sich zunehmend. Bald musste ich sogar aus dem Projekt ausscheiden. Erst als ich vehement mit juristischen Schritten drohte, hörten diese schikanierenden Telefonate auf. Es dauerte noch eine geraume Zeit, bis ich auf die Spur kam, dass mit dieser Ärztin etwas nicht stimmte. Mir wurde klar, dass ich die Übergriffe in meine intime Privatsphäre der Ärztin zu verdanken habe, denn die Informationen konnte diese Person nur von Frau Dr. Bornschein erfahren haben. Ich hatte dringenden Klärungsbedarf und wollte wissen, was Dr. Bornschein über mich niedergeschrieben hatte. Dies ist das Recht eines jeden Menschen. Ich schrieb ihr einen Brief, in dem ich um Einsicht in meine Unterlagen anfragte. Sie antwortete mir, dass sie keine mehr habe.

Empört darüber erfuhr ich, dass Patienten von Fr. Dr. Bornschein unter ihren Therapien enorm gelitten hatten und, auf höfliche Nachfrage ihre Patientenakte einzusehen, mit ähnlichen Antworten abgespeist wurden. Manchen wurde sogar mit Anzeige und Strafverfolgung gedroht. Gleichzeitig erfuhr ich aber auch, dass sie die Akten nur deshalb nicht herausgibt, weil sie sich nicht ärgern lassen möchte von Patienten, die ihr nicht den nötigen Dank und die Verehrung entgegenbringen.

Erst als ich aber von der besagten Mitarbeiterin von Christine Bornschein erfuhr, dass sie tatsächlich von ihr beauftragt worden war, mich für ihr Projekt zu gewinnen, wurde mir meine Situation klarer. Frau Bornschein hatte ihr sogar meine Unterlagen zu lesen gegeben, damit sie meine Psyche studieren und so einen besseren Zugriff auf mich ausüben kann. Sie teilte ihr genau mit, wie und mit welchen Mitteln sie mich beeinflussen könne und dass sie der Überzeugung sei, und wie mit der persönlichen und intimen Geschichte über Menschen verfügen zu können.

Ich war zutiefst entrüstet und habe mich umgehend zu einer Strafanzeige entschieden. Die damalige Mitarbeiterin bei Fr. Dr. Bornschein entschuldigte sich bei mir für ihr Handeln. Sie fühlte sich selbst so stark von Fr. Dr. Bornschein und ihrer Ideologie unter Druck gesetzt, dass ihr jegliche Urteilskraft abhanden gekommen war. Sie war in einer Notsituation und selbst   Patientin von ihr. Sie stand regelrecht unter Schock, als sie realisierte, wie sie durch ähnliche Mittel wie ich, instrumentalisiert worden war und welche Wirkung ihr Handeln hatte.

Fr. Bornschein setzt beispielsweise, wie hier beschrieben wurde, ein perverses und überaus beurteilendes Männerbild bei den Frauen ein und baut ihre Ideologie damit zielstrebig auf. Das ist ihr sicheres Mittel, Menschen für sich zu gewinnen und diese in eine beinah unauflösbare Abhängigkeit zu ihr zu führen. Sie wird die Lehrerin aller ihrer Patienten.

Zu meiner weiteren Demütigung wurde jedoch die Anzeige von der Staatsanwaltschaft zurückgewiesen und der Fall als Bagatellangelegenheit deklariert. Ich glaube nicht, dass die Einstellung des Verfahrens rechtens ist, denn wie soll sich der Einzelne sonst wehren können? Diese Einstellung gab für mich aber den Anlass zu dieser Veröffentlichung über die Gefahren von ärztlichem Missbrauch.

Raphaelle Franken

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