Fachlicher Vergleich zum Thema Sekte

Mit diesem Beitrag möchte ich den von Gerhard Himmel begonnen fachlichen Vergleich zwischen der Lehre Bornschein und dem von Rudolf Steiner begründeten und von Heinz Grill weiter entwickelten Neuen Yogawillen weiterführen und dabei näher auf den Begriff „Sekte“ eingehen.

Die Aussagen zur Lehre Bornscheins habe ich aus eigener Erfahrung eines langjährigen Vertrauensverhältnisses zu ihr gewonnen.

Der Begriff „Sekte“ ist vom Ursprung zwar eine wertneutrale Bezeichnung für eine religiöse, philosophische oder politische Richtung (s. Wikipedia). In der heutigen Zeit wird dieser Begriff jedoch meist sehr negativ als angsterzeugende, stimmungsmachende und stigmatisierende Klassifizierung für Personen verwendet, die nicht in das etablierte kirchliche System einzuordnen sind.

Auch wenn diese Kriterien als völlig unzureichend anzusehen sind (s. Sektenmerkmale), so werden im allgemeinen Sprachgebrauch dennoch vor allem folgenden Punkte mit dem Begriff „Sekte“ in Verbindung gebracht:

  • Das Schaffen von persönlichen Abhängigkeiten
  • Bedingungsloser Gehorsam gegenüber einem Guru oder Meister
  • Der Willenseingriff bei den Mitgliedern
  • Finanzielle Ausbeutung der Mitglieder etc.

Frau Dr. Bornschein verwendete den Begriff „Sekte“ gezielt als Angriffsmittel gegen Patienten, obwohl sie im Bewusstsein war, dass es nicht stimmt. Sie war sich der stigmatisierenden und sogar der gesundheitlich schädigenden Wirkung sehr wohl im Klaren, da sie formulierte:

Die Drohung und Sektenbenennung ist erfahrungsgemäß eine subtile identitätszerstörende Gewalt. Durch die Lächerlichmachung und Verunglimpfung des Heiligsten im Menschen: seiner Suche nach Gott geschieht unauffällig aber effektiv die Zerstörung des ICH.

Frau Dr. Bornschein wusste, dass diese Bezeichnung Sekte nicht zutrifft, da sie Frau Königseder schrieb:

Der irrtümliche Name Sektenführer passt nicht, da es eine Gemeinschaft mit dem Ziel der Eigenständigkeit ist.

Selbst diese Formuierung erscheint noch gänzlich unzutreffend, da es sich bei dem Neuen Yogawillen schon nicht einmal um eine Geminschaft handelt, sondern im um ein geistiges Gut vergleichbar mit einem Kunstwerk, mit dem sich der Einzelne, je nach Interesse individuell auseinandersetzen kann.

In einem beiderseits unterschriebenen Gesprächsprotokoll wurde festgehalten:

Christine will Hr. RA Bauer mehr auf die individuelle Standpunktnotwenigkeit des Einzelnen hinweisen, so dass nicht eine Person für das Gesamte als Motivationskraft dasteht oder angesehen wird.

Dennoch verwendete Frau Dr. Bornschein die Bezeichnung „kriminelle Sekte“ für ihre Schüler und Patienten ab dem Moment, ab dem sie sich aus ihrer Schüler- und Patientenschaft zu lösen versuchten. Vorher wurde sie nicht als „kriminelle Sekte“ bezeichnet. Frau Dr. Bornschein duldete es nicht, wenn man aus ihrer Schülerschaft austrat oder den Arzt wechselte.

Frau Dr. Bornschein verwendet die Bezeichnung Sekte vor allem gegen Heinz Grill. Ihre eigene Tochter Cornelia Oppermann hat die Straftaten und Missbräuche der Familie Bornschein öffentlich gemacht und Heinz Grill hat daraufhin die verschiedenen Positionen zur Bewältigug der entstadenen Traumen fachlich aufgearbeitet. Weil bei ihm eine Spiritualität mit klaren, fachlichen und objektiv nachvollziehbaren Kriterien, ohne Guruverehrung und Willenbeeinflussungen besteht, wurde er für Frau Dr. Bornschein zum dem am meisten bekämpften Projektionspol.

1. Zum Schaffen von Abhängigkeiten bei Bornschein:

Frau Dr. Bornschein verabreichte Tim Lammers-Koll, den Begründer und früheren Inhaber des Lammers-Koll-Verlages, heimlich über die Mitarbeiter des Verlages Zyprexa. Frau Dr. Bornschein teilte Hans-Peter Fritsche und mir mit, dass Heinz Grill – was überhaupt nicht stimmte – selbst dieses Medikament einnehme und dass Tim Lammers-Koll dieses Medikament ebenfalls benötige. Da er es nicht freiwillig einnahm, forderte sie uns, die Mitarbeiter des Verlages, dazu auf, es ihm heimlich zu verabreichen. Leider waren wir im Glauben, damit einen guten Zweck zu erfüllen.

Blicke zu mir, dann wirst du Befreiung erhalten“,

forderte sie eine weitere Schülerin schriftlich auf.

Bei harmlosen Partnerschaftskonflikten verordnete sie bereits das schwere Psychopharmakon Zyprexa, damit sich die Frau zurückziehen und vom Mann Abstand halten könne. Auf diese Weise förderte sie, wie mehrere Patientinnen berichten, die Bindung an sie als Ärztin, denn das Psychopharmakon vermindert wesentlich die selbstbestimmte Lebensführung und schafft damit Abhängigkeit zu ihr als Ärztin. Sie konnte damit u.a. sogar Partnerschaften spalten.

Frau Dr. Bornschein bot ihren Patienten die Behandlungen teilweise umsonst an und gab darüber hinaus Patienten sogar weitere finanzielle Unterstützungen, damit sie ihre Aufträge ausführen konnten. Auch durch diese Missachtung der ärztlichen Berufsordnung und Einflussnahme in das Leben der Patienten entstanden weitere Abhängigkeiten.

In den Therapiestunden erzählte Frau Dr. Bornschein von ihren eigenen persönlichen „Schicksalsereignissen“, z.B. dass sie von ihrem Mann vergewaltigt wurde, dass ihre Tochter drogenabhängig oder ihr Sohn homosexuell sei, sowie von intimsten persönlichen Umständen anderer Patienten. Viele Patienten berichteten, dass sie dadurch in eine besondere Art „Vertrauensposition“ und in der Folge in Abhängigkeit zu ihr gerieten.

Frau Dr. Bornschein übergab Patientenakten an ihren Gebetskreis und brachte Patientenakten über Mittelsmänner in den Ashram von Sai Baba nach Indien, um über rituelle Handlungen Einfluss auf ihre Patienten zu nehmen. Sie sagte:

Wer im Besitz der Patientenakte ist, ist im Besitz der Seele“.

Auf diese Weise versuchte sie Abtrünnige wieder zu sich zurückzuholen und damit an sich zu binden.

Frau Dr. Bornschein bot einer jungen Frau, die bis dahin in einem flüchtigen Beziehungsverhältnis zu ihr stand an, zu ihr in Therapie zu gehen. Wenige Tage nach diesem mündlichen Angebot erhielt diese junge Frau zusätzlich noch eine Postkarte von Frau Dr. Bornschein, auf der sie schrieb, wie viel sie an die junge Frau denke und für sie bete. Sie wiederholte auf dieser Karte ihr Therapieangebot.

Der neue Yogawille im Vergleich dazu:

Abhängigkeiten sind nach Kräften zu meiden.

Der spirituelle Lehrer tritt nur in seiner Funktion in seinem Fachgebiet auf, und das ist die Förderleistung in Unterricht und Meditation zu tieferen Erkenntnissen, geistigen Einsichten, Entwicklung von künstlerischen, ästhetischen und spirituellen Empfindungen, Anleitung von Korrekturen und Demonstration von verschiedenen Übungen, Belebung der schöpferischen Möglichkeiten durch Konzentration und Steigerung der Wahrnehmung und energetische Entwicklung von inneren Seelensubstanzen. Der spirituelle Lehrer ist aber nicht ein Guru, der auf menschliche Weise und in persönlicher Form eine Unterwerfung von seinen Schülern fordern würde, und er ist auch nicht ein Direktor über ein Lehrgebäude, in dem er Angestellte und Bedienstete für sich beanspruchen würde.
(Heinz Grill, Die Orientierung und Zielsetzung des „Yoga aus der Reinheit der Seele.)

2. Bedingungsloser Gehorsam gegenüber einem Guru oder Meister

Frau Bornschein duldete in keinster Weise Kritik. Kritik ist keinesfalls angemessen, da der Schüler in der Erkenntnis noch nicht so weit sei. Es sei ein Zeichen mangelnder Demut ihr gegenüber und führe auf moralische Abwege. Wer dennoch wagte, sie zu kritisieren, wurde von ihr aufs Heftigste bekämpft. Hierzu prangerte sie den Kritiker dann öffentlich oder vor der Gruppe und unter Verwendung schweigepflichtiger Geheimnissen an.

Sie selbst bezeichnete sich auf ihrer Internetseite als „das Licht der Welt“ und als „das Licht für Sai Baba und spirituelle Lehrer.“

Zu einer Schülern sagte sie:

Wenn ihr einmal genügend Weisheit erlangt haben werdet, dann werdet ihr diese hohen Worte des Dialogs verstehen.

Der neue Yogawille hierzu:

Der Schüler, der sich nun einer spirituellen Quelle hinwendet, kann in einen Kurs, in ein Seminar, in eine Schulung eintreten und sich gemäß der Rolle eines lern- und kritikfähigen Schülers benehmen. Er muss sich nicht einem blinden Gehorsam hingeben, wohl aber einer natürlichen Ordnung und einem angemessenen Umgang mit den Lerninhalten. Im Inneren ist aber der Schüler auf dem spirituellen Weg von Anfang an zu einem größeren und wirklicheren Freiheitsbewusstsein aufgefordert, denn er ist es nun, der sich um die Verantwortlichkeit im Umgang mit dem erworbenen Wissen bemühen muss. Er tauscht gewissermaßen seine bisherige Unbewusstheit und Eingebundenheit in die Kollektivstruktur der Gesellschaft gegen eine würdigere und menschengemäße Verantwortung.
Heinz Grill, Das Lehrer-Schüler-Verhältnis innerhalb der seelisch-geistigen Entwicklung

Eine Gehorsamspflicht wird von dem Schüler auf dem Weg zu immer größer werdenden Bewußtheit nicht gefordert, dies nicht in Hinblick auf den privaten Lebenswandel und dies auch nicht im Hinblick eines verpflichtenden Studiums.
(Heinz Grill, Orientierung und Zielsetzung)

3. Der Willenseingriff bei Bornschein

Der Willenseingriff, so Frau Dr. Bornschein, geschieht, wenn der Patient einer wirklichen Lüge ausgesetzt ist. Aus diesem Grund setzte Frau Bornschein ihre Patienten gezielt der Lüge aus. Eine Lüge von Frau Dr. Bornschein lag darin, dass sie gar nicht therapieren, sondern nur an die Intimitäten der Patienten herankommen wollte. Ihre Fragen im Patientengespräch betrafen deshalb meistens nicht das Krankheitsbild, sondern die Intimitäten.

Eine weitere Lüge war, dass sie Interessenten vortäuschte, von Heinz Grill zum Yogalehrer ausgebildet worden zu sein, in enger Absprache mit ihm zu stehe und in seinem Namen Ausbildungen anbiete. Dass es notwendiger Bestandteil seiner Ausbildung sei, bei ihr in Therapie zu gehen und die eigene Biografie mit persönlichsten Erlebnissen zu offenbaren. Durch die Lüge konnte sie viele Schüler als Patienten gewinnen.

Ein weiterer schwerer Willenseingriff bestand im Hypnotisieren von Patienten ohne diese über die Hypnose aufgeklärt und deren Einverständnis eingeholt zu haben.

Ein weiterer Willenseingriff geschah durch exzessive Missionierungsversuche an Patienten und Schüler. Jeden Patienten, sei es in der eigenen Parxis oder sei es sogar in der geschlossenen Forensik, versuchte sie zu ihrer Vorstellung von Spiritualität zu missionieren.

Der neue Yogawille zu Willeineingriffen:

Jegliche Willensbeeinflussungen, Missionierung sowie jegliche Eingriffe auf das Unbewusste, sei es mit Hypnose, Drogen oder anderen Methoden sind strikt zu meiden.

Ein freies Gewährenlassen des anderen ist nur möglich, wenn ein ausreichender solider innerer Stand in der Mitte des Menschen angelegt wird. Den anderen zu beraten, durch Schwierigkeiten zu begleiten, ihm eine rationale Führung zu geben, ohne ihn zu manipulieren und ohne ihn der Unabhängigkeit zu beschneiden, geschieht aus der weisheitsvollen und rationalen wie auch authentischen Autorität des Therapeuten selbst.

Häufig geben Therapeuten ihre Meinungen und subjektiven Ideale an den Patienten weiter. Eine Beeinflussung des Patienten ist jedoch auf dieser subjektiven Grundlage nicht vermeidbar. Erst wenn Ideale durch den Therapeuten eine ausreichend objektive Gültigkeit und Klarheit erfahren, können sie freilassend und überzeugend an den Patienten weitervermittelt werden. Die persönliche Arbeit des Therapeuten an sich selbst gewinnt deshalb einen außerordentlich hohen Stellenwert.
(Heinz Grill, Das Wesensgeheimnis der Seele)

4. Personenkult bei Frau Bornschein

Frau Dr. Bornschein verlangte absolute Nachfolge und Verehrung. Wer Kritik wagte, wurde gedemütigt. Es bleib nur die Unterwerfung oder, wenn man sich in einer Ausbildung befand, diese zu verlassen. Dies zog jedoch weitere Demütigungen vor der ganzen Ausbildungsgruppe und Verfolgungen nach sich.

Im Darshan (Schau des Göttlichen) bei Frau Dr. Bornschein ließ sie sich als spirituelle Lehrerin von ihren Schülern verehren. Sie sagte, dass Schüler durch die Begegnung mit ihr in ein spirituelles Getragensein kommen.

Wenn sich Patienten von ihr abwandten, d.h. als undankbar erwiesen oder ihr nicht genügend Verehrung zollten, schicke sie ihre Mitarbeiter los, um diese wieder zur „Vernunft“ zu bringen, nötigte bzw. erpresste sie zum „Umkehren“ und verletzte gezielt Patientenrechte (Einsicht in die Patientenakte oder Schweigepflicht), um diese wieder zur Demut zu führen.

Der neue Yogawille hierzu:

Es gibt keinen Guru oder eine ähnliche Funktion, die hierarchisch auf andere wirken würde. Aus diesem Grunde entfallen die ansonsten üblichen Kulthandlungen, verehrenden Rituale, Anbetungen und Verneigungen.

 

5. Finanzielle Ausbeutung bei Bornschein:

Besondere, von Ch Bornschein speziell ausgewählte Personen „durften“ Seva-Dienste für sie leisten. Damit ist eine Art uneigennütziger Dienst, der einer höheren göttlichen Wirklichkeit gewidmet ist, gemeint. Diese Seva-Dienste umfassten Dienstleistungen im Haus und Garten des Amun-Hauses. Meistens bedeuteten sie aber die Ausführungen krimineller Handlungen, wie z.B. das Fälschen wissenschaftlicher Arbeiten, das Überwachen und Ausforschen von Patienten, Manipulation von Patienten mit heimlichen Medikamentengaben oder psychischen Beeinflussung mit den schweigepflichtigen Informationen aus den Patientenakten, oder die arglistige Täuschung der Schüler mit falschen Angaben. Eine solche Beauftragung zum Seva-Dienst lautete beispielsweise an eine Schülerin handschriftlich wie folgt:

Es scheint jetzt die Zeit reif zu sein, wo wir – zusammen erscheint es sinnvoll und aussichtsreich – ihn (Anm. Heinz Grill) juristisch mit seiner Diagnose konfrontieren sollten. Meine Schwiegertochter kopiert mir noch das Kapitel über den „malignen Narzissmus“ und ich kann Dir gerne Kopien schicken … er ist natürlich total therapieresistent. Im Sinne Deines Gebetes – das ich immer wieder im Innersten als Anrufung bewahre – fühle ich das als meine,– unsere Verantwortung! Unser Seva!

Es handelt sich hier um eine verleumderischen Anprangerung sowie eine schwere Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht im Sinne des § 203 StGB, die mit einer Aufforderung zu einem pseudo-spirituellen Seva-Dienst verknüpft wurde.

Frau Dr. Bornschein rechnete bei ihren Patienten vielfach zu ihrem eigenen finanziellen Nutzen falsch ab. Wegen einigen wenigen noch nachweisbaren Fällen wurde sie wegen Kassenbetruges verurteilt. Viele Jahre Kassenbetrug blieben aber ungeahndet.

Der neue Yogawille hierzu:

Das Lehrgebäude besteht aus vielen Einzelkörpern, die in individueller Weise die Verantwortung über ihre Arbeit tragen; es gibt keinen Direktor, kein Kontrollsystem, keine Revisoren, keinen Ersten und Zweiten, keinen Beauftragten, keine Priester, keine Geweihten. Jeder besitzt in seiner Position seine eigene Prokura. Weiterhin gibt es keinen Guru oder eine ähnliche Funktion, die hierarchisch auf andere wirken würde.

Der spirituelle Lehrer ist nicht ein Guru, der auf menschliche Weise und in persönlicher Form eine Unterwerfung von seinen Schülern fordern würde, und er ist auch nicht ein Direktor über ein Lehrgebäude, in dem er Angestellte und Bedienstete für sich beanspruchen würde.
(Beide Zitate: Heinz Grill, Die Orientierung und Zielsetzung des „Yoga aus der Reinheit der Seele“.)

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