Christine Bornschein und ihr Spiel mit Patienten und der Ärztekammer

Aus eigener Erfahrung ist mir bekannt, wie Christine Bornschein ihre Patienten zur Mitarbeit für sich benutzt und sie zu kriminellen Handlungen nicht nur auffordert, sondern unmittelbar einbindet.

Bei mir geschah dies ganz überraschend durch ein Angebot, mich für einige Monate krank zu schreiben. Frau Bornschein hat irgendwoher erfahren, dass ich mich in einer Umbruchsituation befand. Sie rief mich an und nach einem kurzen Telefongespräch schickte sie mir unverzüglich einen entsprechenden Zettel für die ersten zwei Wochen „Krankheit“ zu. Kurze Zeit später meldete sie sich wieder und riet mir nun, ich solle bei ihr einige Psychotherapiesitzungen besuchen, um so die auf länger angelegte Krankschreibung gegenüber der Krankenkasse zu untermauern. Damals hatte ich mich auf diese Therapiesitzungen eingelassen, denn ich war froh über die drei Monate Krankschreibung. So konnte ich durch die Lohnfortzahlung die nächsten Schritte bequemer angehen. Diesen Schritt sollte ich jedoch bitter bereuen.

Leider ist mir erst sehr viel später bewusst geworden, aus welchen Motiven sie mir diese Krankschreibungen anbot, nicht um mir zu helfen, sondern um mich an sich zu binden. Natürlich war ich dankbar und fühlte mich aber in gewisser Weise auch ihr gegenüber verpflichtet. Ich fühlte ein eigenartiges Vertrauensverhältnis und fühlte mich auch gleichzeitig umsorgt, geschützt und sogar merkwürdig gehoben, wie wenn ich in einen Club aufgenommen worden wäre, in den nicht jeder zugelassen wird. Und wenn wir uns trafen, so verband uns das „gemeinsame Geheimnis“, ohne dass wir darüber sprachen.

Aber was sollte die Therapie? Ich war doch nicht krank! Sie sagte, sie müsse einige Behandlungen durchführen, damit sie die Krankschreibungen gegenüber der Krankenkasse rechtfertigen kann, was ich ihr glaubte. In den Sitzungen begann ich schließlich, ohne zu wissen warum, über mich und meine Lebenssituation zu berichten und ich weiß noch, dass ihr das außerordentlich behagte. Wenn es um Konflikte im intimsten Privatbereich ging, schien sie zu schwelgen und wusste sofort die fantastischsten Antworten auf alle Fragen. Aber auch hier ist mir erst später bewusst geworden, dass es ihr nicht darum ging, zu klären oder zu helfen, geschweige denn praktikable Ansätze vorzuschlagen, sondern es ging ihr darum, die Privatsphäre zu entblößen und mich ins „Vertrauen“ zu ziehen. Aber welches Vertrauen? Noch bevor ich durch Erzählungen selbst einigermaßen Überblick über meine eigene Lebenssituation gewinnen konnte, war ich schon Verbündete von ihr. Verbündete gegen Männer, gegen Kollegen und auch gegen Frauen, die in irgendeinem näheren Kontakt zu Heinz Grill standen.

Da ich selbst zu dieser Zeit in einem Seminarhaus in Österreich arbeitete, in dem Heinz Grill gelegentlich zu Seminaren eingeladen wurde, suchte sie mich als Verbündete zu gewinnen, um Informationen über ihn zu erhalten. Sie täuschte Interesse und Anteilnahme vor, gab auch selbst Intimitäten von Heinz Grill und anderen Patienten preis und gab damit auch ihrerseits ein besonderes Vertrauensverhältnis vor, um mich dann vor allem über Heinz Grill auszufragen. Sie hoffte dabei, gierig – wie mir schien – Näheres über sexuelle Praktiken oder Eskapaden zu erfahren. Auch wenn ich sie dabei enttäuschen musste, denn ich hatte keinen persönlichen Kontakt zu ihm und habe auch nichts von solchen Dingen beobachtet, ließ sie nicht von mir ab, sondern versuchte über mich noch mehr Informationen zu erhalten und Einfluss auf dieses Projekt in Bad Häring zu gewinnen.

Bereits im ersten „Therapiegespräch“ lenkte sie das Gespräch auf die Person von Heinz Grill, der so sensibel und empfindsam sei, dass er von ihr ständig vor Einflüssen und Zugriffen Dritter geschützt werden müsse. Sie sagte und wiederholte dies bei vielen Gelegenheiten, dass er nicht lange leben werde und sie, Christine Bornschein, von ihm selbst auserwählt sei, den von ihm inspirierten Schulungsweg nach seinem Abscheiden weiter zu führen. So wunderte es mich später nicht – und ich wehrte mich auch nicht dagegen –, dass Frau Bornschein sich beispielsweise mir gegenüber sehr zufrieden äußerte, als Heinz Grill anscheinend nach einer Knieoperation nach Afrika reiste. Nicht weil sie ihm eine Regeneration in dem trockeneren Klima gegönnt hätte, sondern sie sagte damals zu mir, wenn Heinz aufgrund der frisch operierten Wunde eine Thrombose bekommen und dort in dem hygienisch schlecht versorgten Land eine Lungenembolie entwickeln würde, dann sei das ganz gemäß seinem Schicksal. Und als er im darauffolgenden Jahr tatsächlich lebensbedrohlich erkrankte, rief sie mich euphorisch an und verkündete feierlich, dass nun die Stunde gekommen wäre, die Nachfolge anzutreten.

Als ich mich wenig später aus dem nun bereits 10 Jahre andauernden Abhängigkeitsverhältnis loszulösen suchte, bekam ich ihre Reaktionen und ihren Hass zu spüren. Wie ich nach und nach erfahren habe, wurde ich zwar schon während der ganzen Zeit anderen Patienten gegenüber für unmündig und unterentwickelt erklärt, mir gegenüber hat sie aber nur geschmeichelt. Nun bezeichnete sie mich jedoch als psychotisch und als Sekte. Nicht, dass Christine Bornschein mir dies direkt ins Gesicht sagen würde. Das ist nicht ihre Art. Mit einer für normale Vernunft nicht fassbaren Geschicklichkeit bindet sie wiederum Dritte ein, um nun gegen mich zu hetzen.

Als ich daraufhin im November 2013 mit einem Aufklärungsschreiben an die bayerische Ärztekammer herangetreten bin und sie über meine Erfahrungen informiert habe – immerhin handelte es sich um Kassenbetrug, Schweigepflichtverletzungen im erheblichen Umfang und schwere Verletzung der ärztlichen Berufspflichten bis hin zu Tötungsabsichten –, war die Reaktion der Ärztekammer ziemlich ernüchternd. Die Kammer schien lieber die Interessen ihres Mitgliedes zu vertreten, als sie zu einer ordentlichen Stellungnahme auffordern zu wollen. Im Antwortschreiben vom 02.12.2013 wurde mir lediglich mitgeteilt:

Wir haben … Ihr Anschreiben Frau Dr. med. Bornschein zur Kenntnis gegeben, mit der Möglichkeit, sich diesbezüglich uns gegenüber zu äußern.

Antwortschreiben der Ärztekammer, 02.12.2013

Der Hinweis auf den Kassenbetrug wurde mit Verweis auf die eingetretene Verjährung übergangen. Frau Bornschein wurde nicht einmal verpflichtet, Stellung zu beziehen, sondern es wurde ihr lediglich die Möglichkeit gegeben, sich zu äußern, so als ob sie einer Sache zu Unrecht beschuldigt wäre und nun Gelegenheit zur Rechtfertigung bekommt. Mein Anliegen der Information und Aufklärung wurde schließlich vom Tisch gewischt mit dem Satz:

Die von Ihnen erhobenen, weiteren Vorwürfe sind nicht geeignet, hieran irgendeine berufsrechtliche Beurteilung anknüpfen zu können.“

Die Ärztekammer, die eigentlich für die Einhaltung der ärztlichen Berufspflichten zuständig wäre, sah sich also nicht zu einer Beurteilung der Situation veranlasst.

Als ich dann über Weihnachten 2013 von Hans-Peter Fritsche erfuhr, dass Christine Bornschein sich ihm gegenüber mehrmals geäußert hatte, wie loyal sich die Ärztekammer ihr gegenüber verhalte, und dass es ihr gelungen sei, die Ärztekammer davon zu überzeugen, wie sehr sie von einer Sekte – allesamt Patienten von ihr (!) – verfolgt werde und sie deshalb volle Unterstützung genießt, wurde für mich die Reaktion der Kammer verständlicher. Ich wusste zwar nicht, ob diese Aussagen tatsächlich der Realität entsprachen oder ob sie nur wieder eine der manipulativen Finten von Frau Bornschein waren, es ärgerte mich aber, dass die Ärztekammer offensichtlich keinerlei Stellung gegenüber Frau Bornschein bezog, ihr wohl aber auch gar nicht bewusst war, wie Frau Bornschein Lügen benützen und sich als Opfer ausgeben kann.

Um auf diese Lügen aufmerksam zu machen, teilte ich der Ärztekammer in der Folge einen mir bekannten Sachverhalt mit, bei dem die Ärztekammer selbst von Christine Bornschein dreist hintergangen wurde. Es ist ein sehr prägnantes Detail im Zusammenhang mit der verstorbenen Erika B: Im Winter 2011/12 hatte Christine Bornschein öfter zu mir über Erika B. gesprochen. Dabei habe ich erfahren, dass Christine Bornschein eine Beschwerde wegen einer Vermögensvollmacht erhalten hatte, die von der kranken Patientin Erika B. zu Unrecht für Christine Bornschein ausgestellt worden war und die ihr damaliger Betreuer nun auf juristischem Wege und unter Einbeziehung der Ärztekammer zurück forderte. Christine Bornschein war erstaunlich locker mit dieser Beschwerde. Sie erzählte mir sogar, wie leicht sie mit dem – wie sie es nannte – „Kirchensystem der Ärztekammer“ umgehen könne. Der damalige Sachbearbeiter bei der Ärztekammer wurde – so erzählte mir das Christine Bornschein – einfach belogen, indem sie ihm mitteilte, dass sie die zu Unrecht erhaltene Vermögensvollmacht bereits zurückgegeben habe. Damit war die Sache für sie erledigt, denn sie erfreute sich bereits einer zweiten Vollmacht, welche ihr die kranke Erika B. kurz zuvor erneut ausgestellt hatte. Wörtlich sagte sie zu mir: „Die Ärztekammer weiß ja nicht, dass ich eine neue Verfügung habe.“ Christine Bornschein aber hatte nicht nur eine zweite Vollmacht erhalten, sondern stand am Ende des Jahres nach dem tragischen und mysteriösen Tod von Erika B. sogar in ihrem Testament.

Schreiben an die Ärztekammer, 10.12.2013

Nach der Berufsordnung ist es dem Arzt zwar „nicht gestattet, von Patienten … Geschenke oder andere Vorteile für sich … versprechen zu lassen oder anzunehmen, wenn hierdurch der Eindruck erweckt wird, dass die Unabhängigkeit der ärztlichen Entscheidung beeinflusst wird.“ (BO, § 32) Nach den bisherigen Erfahrungen wunderte es mich aber nicht mehr, dass auch auf diese Information meinerseits von der Ärztekammer keine Reaktion mehr erfolgte. Die einzige Antwort, die ich erhielt, war, dass mir die Ärztekammer das Einverständnis zur Veröffentlichung des Briefwechsels nicht geben wollte, und zwar ganz ohne Angabe von Gründen.

Antwort der Ärztekammer, 20.12.2013

Sowohl die Stellungnahme von Christine Bornschein auf die Mitteilung der Ärztekammer vom 02.12.2013, als auch eine angemessen Stellungnahme der Ärztekammer selbst stehen also heute, fünf Monate später, noch immer aus. Wozu soll Frau Bornschein auch antworten? Sie weiß anscheinend, dass sie die Schweigepflicht brechen, ihre Auskunftspflicht verweigern, ihre ärztliche Autorität missbrauchen und sogar Straftaten verüben darf und dabei die Ärztekammer im Rücken hat. Schließlich wird sie ja von einer bösen Sekte verfolgt.

Doch wer ist die Sekte? Sind es ihre Patienten oder ihre Schüler? Normalerweise gilt als Sekte, wer Abhängigkeiten schafft und diese manipulativ ausnützt. Hier aber gilt als Sekte, wer sich von dem Abhängigkeitsverhältnis zu Frau Bornschein lösen und bei ihrer Kriminalität nicht mehr mitmachen möchte. Ich habe die Begegnungen mit Christine Bornschein und das falsche „Vertrauensverhältnis“ zu ihr als zutiefst traumatisierend erlebt. Damals war ich jedoch in ihren Augen gut. Heute, da ich mich aus ihrem System herauslösen und nicht mehr ihrem Sinne funktionieren möchte, werde ich von ihr öffentlich als psychisch krank, kriminell und als Sekte diskriminiert und die Ärztekammer gibt die volle Rückendeckung dazu.

Deshalb werde ich zum Schutz vor weiterem Missbrauch meine Erfahrungen nicht, wie es die Ärztekammer fordert, zurückbehalten, sondern den Briefwechsel dennoch offenlegen.

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